Über die Person des Dr. Waldemar Drechslers

 

Ich ward im Jahre 1931 in dem schönen Schwabenstädtchen Stuttgart geboren, Sappontifex. Es war dieser Tage nicht immer einfach, der 1933 aufkeimende Nationalsozialismus und die vermutete Nonkonformität zum christlichen Glauben veranlasste damals meinen Vater, Norbert Drechsler sein Name, Richtung Süden in die schnieke Schweiz zu fliehen. Als Holzfäller zog es Norbert Drechsler in die Zentralschweiz (Kanton Luzern), wo die Wälder noch unberührt waren. Die meinige Familie war indes keine kleine - auch meine drei Brüder sowie zwei Schwestern (plus Mutter) mussten versorgt werden, Sappradi. Des relativ kargen Gehaltes wegen war auch der Hunger meiner Familie nicht immer fremd, zeitweise war er gar steter Begleiter der unsrigen Sippe. Ein Satz meines Vaters, den er äusserte, als mir einmal wieder der Magen knurrte, prägte meine Jugendzeit wie kein anderer:

 

«Wer an den HERRn glaubt, wird niemals allein sein und kann mit dessen Hilfe alles überstehen!»

 

Mir wurde schliesslich angeraten, die Schule aufgrund der finanziellen Lage meines Hauses zu verlassen, um - genauso wie mein älteren Bruder und mein Vater - das Holzfällerhandwerk zu erlernen. Ich gehorchte, Sackerdei. Über ein Jahrzehnt später, ergo 1956, ehelichte meine Wenigkeit eine holde Maid aus gutem Hause namens Magdalena von Kerns. Wir zeugten drei Buben wie auch eine Maid und blieben selbstverständlich bis zu Ihrem Tode im Jahre 2011 ein Paar. Mit der Heirat meiner lieben Magdalena waren die finanziellen Sorgen der Familie Drechsler Geschichte, endlich war es mir im zarten Alter von fünfundzwanzig Lenzen vergönnt, den meinigen Bildungsgang fortzusetzen. Man gestattete meiner Person, an der Universität zu Zürich Zahnmedizin zu studieren und wenige Zeit darauf sogar eine eigene Praxis zu eröffnen, Potzsackerlot! Welch traumhafte Entwicklung! Ich liess mich mit meinem trauten Weibe in ebendieser Stadt nieder, gründete indes jene besagte eigene Familie.

 

Man möchte meinen, dass dies bereits genügend erwähnenswerte Punkte für nur ein einziges Leben wären - weit gefehlt!  Bald zog es mich an die Börse, welche der Grund ist, wessenthalben man mich heute Milliardär nennen darf. Ich lernte auf einer Tagung für junge Börsianer den ebenso jungen Warren Kredenztisch (unredl. "Warren Buffett") kennen, dessen Berater & Freund die meine Person für die folgenden fünfzig Jahre werden sollte. GOTT höchstpersönlich hat mir wohl damals diesen jungen Burschen geschickt, der mich genauso jungen Burschen an der Hand nahm und in der Folgezeit zu schier unbeschreiblichem Reichtum führte, Potztausend! Durch meinen Kontakt in die Eliteklasse der Welt lernte meine Wenigkeit so manch aufstrebenden Politiker, späteren Unternehmensleiter oder andere bedeutende Person bereits sehr früh kennen. Damals noch in Kinderschuhen steckende Erfolgsmenschen wie Roland Rägan (unredl. "Ronald Reagan"), Kim Jung-Krank (unredl. "Kim Yong-Il"), Bernhard Mädoof (unredl. "Bernie Madoff") oder Sepp Blatter wurden meine engen Freunde.

 

Die Jahre vergingen, die Welt veränderte sich, Sapperdei. Einst trugen die Burschen noch Hüte sowie Hosenträger, die Maiden im Gegenzug Röcke sowie nur dezentes "Aufmachen" (unredl. "Make up") - heute kleiden sich erstere wie asoziale Lumpen und letztere wie sechssüchtige Bordsteinschwalben. Weiters ist der Glaube nicht mehr von solch immenser Bedeutung für die Jüngsten wie er es einst war, wobei dieser doch so wichtig ist, Donnerlittchen. Aus Sorge um das Seelenheil der jüngsten Generation schloss sich meine Wenigkeit im Dezember 2013 der redlichen Zwischennetzbewegung an, um für die Redlifizierung der heut'gen Jugend sowie des gesamten unredlichen Zwischennetzes zu kämpfen, Potzblitz. Massgebliche Erfolge konnten bereits erzielt werden, dennoch ist der Sieg noch in weiter Ferne. Dies entmutigt mich jedoch keineswegs, Ferikel! Ich werde indes weiterhin bis zur baldigen Rückkehr Christus' für die Redlichkeit auf das Schlachtfeld ziehen!

 

In knorkanten Erinnerungen schwelgend,